Ein wichtiger Schritt in Richtung Ortsumgehung

Leserbrief an die MZ vom 19.03.2016 zum MZ-Bericht „Ein wichtiger Schritt in Richtung Ortsumgehung“

Nun ist der geplante Kiersper Lausebergaufstieg in den neuen Bundesverkehrswegeplan bis 2030 aufgenommen worden. Die heimischen Grünen haben sich bekanntlich jahrzehntelang gegen die 3,7 km lange „Nordumgehung“ gewandt aus Gründen des Natur-und Landschaftsschutzes sowie finanziellen Auswirkungen für unsere Stadt.
Denn die superteure Gesamtinvestition von 28,9 Millionen Euro ist für Kierspe nicht zum Nulltarif zu haben. Vor einigen Jahren sollte der Lausebergaufstieg übrigens noch etwa die Hälfte kosten. Alle Bundes- und Landesstraßenprojekte werden im kommunalen Bereich nicht zu 100 Prozent von den übergeordneten Gebietskörperschaften finanziert.

Unser Kiersper Beigeordneter Olaf Stelse begrüßte in der Meinerzhagener Zeitung die „kleine Überraschung“ aus Berlin mit dem Satz:“Es ist der erste Schritt in die richtige Richtung.“ Doch Herr Stelse ist auch der Kiersper Stadtkämmerer. Er hat seit Jahren einen riesigen Schuldenberg mit über 40 Millionen Euro zu verwalten und  jährlich kommen Nettoneuverschuldungen in Millionenhöhe dazu. Wer außer unseren Kindern und Enkeln müssen diese finanziellen Lasten einmal tragen?

Zukünftig drohen ständig steigende Steuererhöhungen (Grundbesitzabgaben). Oder die beliebten Bürgereinrichtungen wie Sportanlagen, das Hallenbad oder die Stadtbibliothek drohen geschlossen zu werden.
All diese Überlegungen und Konsequenzen sollen in einer Grünen-Sitzung am 29. März in der Gaststätte Zur Post angesichts eines geplanten Lausebergaufstiegs diskutiert werden.

Hermann Reyher
Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/Die Grünen Kierspe

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